Einer der größten und gefährlichsten Einsätze in der Geschichte unserer örtlichen Feuerwehr ereignete sich Mitte der 1970er Jahre, als das größte landwirtschaftliche Gut der Gemeinde in Flammen stand. Der detaillierte Einsatzbericht in dieser Akte schildert den dramatischen Kampf der Floriansjünger gegen das Flammeninferno, das drohte, auf die benachbarten historischen Wohnhäuser überzugreifen. Dank des massiven Einsatzes und der Hilfe mehrerer Nachbarwehren konnte ein Übergreifen verhindert werden, die Stallungen und großen Scheunen brannten jedoch bis auf die Grundmauern nieder. Dieser verheerende Großbrand war der direkte Auslöser für ein dringend notwendiges politisches Umdenken im Rathaus: Die Akte beinhaltet im hinteren Teil die Beschlüsse des Gemeinderates zur sofortigen Beschaffung von modernem Atemschutzgerät und den Kauf des ersten großen Tanklöschfahrzeugs, da die schlechte Wasserversorgung auf dem Land bei diesem Einsatz das Hauptproblem dargestellt hatte.