Der technische Fortschritt machte auch vor den Rettungskräften nicht Halt. Diese Archivakte aus den frühen 1930er Jahren befasst sich mit der sensationellen Anschaffung der ersten motorbetriebenen Feuerspritze für die Freiwillige Feuerwehr. Die vergilbten Prospekte der Herstellerfirmen, die hitzigen Diskussionen im Finanzausschuss über die enormen Anschaffungskosten und schließlich der stolze Kaufvertrag dokumentieren diesen Quantensprung im Brandschutz. Zuvor musste das Löschwasser noch mühsam mit reiner Muskelkraft gepumpt werden. Beiliegende Fotografien zeigen die versammelte Mannschaft in Ausgehuniform, die stolz vor dem blitzblanken, neuen Aggregat posiert. Die Dokumente umfassen auch die ersten Ausbildungspläne für die sogenannten Maschinisten, die den lauten und komplizierten Benzinmotor bedienen mussten. Diese Investition bewies ihren Wert bereits wenige Monate später, als dank der neuen Spritze ein Übergreifen der Flammen bei einem Scheunenbrand verhindert werden konnte.